Dörrautomaten
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Früchte zu konservieren, um die Köstlichkeiten auch in der kalten Jahreszeit genießen zu können. Das Dörren hat eine lange Tradition, denn schon früh erkannten die Menschen, dass man die Früchte durch Trocknen haltbar machen kann. Bereits vor Tausenden von Jahren nutzten Menschen die Sonne, um Früchte zu trocknen. Allerdings dauerte der Trocknungsprozess sehr lange, so dass sich fast nur wasserarme Obstsorten fürs Dörren eigneten.
Bei wasserreichen Sorten dauerte das Dörren so lange, dass die Früchte inzwischen verdarben. Falls es draußen nicht warm genug war, wurden die Früchte zum Trocknen in den Innenräumen aufbewahrt, wo allerdings für ausreichend Belüftung gesorgt werden musste. Um den Prozess des Dörrens zu beschleunigen, wurde später auch Feuer genutzt, indem man das Obst in der Nähe einer Feuerstelle oder in Öfen trocknete. Viele Menschen deponierten die Früchte auch in der Nähe des Herdes oder legten sie direkt auf den Kachelofen.
Heutzutage werden auch in den Lebensmittelgeschäften getrocknete Früchte angeboten, doch viele sind geschwefelt oder anderweitig behandelt, so dass sie gesundheitlich nicht immer vollkommen unbedenklich sind, und manche Menschen bekommen dadurch Probleme mit der Verdauung.
Mittlerweile ist es jedoch auch gut möglich, Früchte zu Hause mit einem elektrischen Dörrgerät zu trocknen. Natürlich kann man Obst auch im Backofen dörren, doch nimmt dies sehr viel Zeit in Anspruch und bringt somit hohe Energiekosten mit sich, was wenig umweltfreundlich ist. Außerdem ist es nicht so leicht, die richtige Temperatur einzustellen, damit die Früchte nachher nicht vollkommen trocken sind und sich keine allzu große Hitze entwickelt.
Viel stromsparender und praktischer sind spezielle Dörrgeräte, welche die Wärme besonders gleichmäßig abgeben und somit für ein optimales Resultat sorgen. Für den Einsatz im Garten gibt es Solardörrer, welche ganz energiesparend mit Solarenergie betrieben werden, so dass man in der warmen Jahreszeit großen Nutzen daraus ziehen kann.
Bis vor einigen Jahren war das Dörren in Eigenregie noch wenig populär, so dass auf dem Markt kaum entsprechende Geräte zu finden waren. Diese waren zudem außerordentlich teuer, so dass sich die Anschaffung für einen Privathaushalt fast nicht lohnte. Das hat sich inzwischen maßgeblich geändert, und es sind auch zahlreiche Modelle für den kleineren Geldbeutel erhältlich. Auch die Auswahl hat sich enorm vergrößert, so dass Verbraucher die einzelnen Modelle miteinander vergleichen können, um das passende Dörrgerät zu finden.
Bei der Auswahl sollte berücksichtigt werden, wie häufig Früchte gedörrt werden möchten. Für den Einsatz ab und zu, reicht ein günstiges Gerät vollkommen aus. Wer das Dörren jedoch regelmäßig betreiben möchte, der sollte ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen, um ein hochwertiges Modell zu erstehen. Die bekanntesten Hersteller von Dörrautomaten sind die Schweizer Firma Stöckli, Kaltenbach, Severin und Rommelsbacher.
Die einzelnen Modelle unterscheiden sich vor allem in der Anzahl der Einsätze, und damit auch in der Menge der Früchte, die in einem Arbeitsgang gedörrt werden kann. Einige Ausführungen sind aus Kunststoff, die teureren Geräte dagegen aus Metall. Viele Verbraucher bevorzugen Einsätze aus Kunststoff, da die Früchte dann nicht so leicht haften bleiben. Einige Modelle verfügen über eine automatische Temperaturregelung mit Zeitschaltuhr, sind dann jedoch etwas teurer.
Mit Dörrautomaten lassen sich nicht nur Früchte wunderbar trocknen, sondern auch Pilze, Gemüse, Kräuter und in einigen auch Fleisch. Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Dörrgerät mit stufenloser Temperatureinstellung und mit einer höheren Watt-Zahl. Durch das Dörren erhält man nicht nur haltbare Lebensmittel für den Vorrat, sondern auch leckere, gesunde Snacks für zwischendurch.
